A-Tec ist pleite

Datum: 25.10.2010
Riesenpleite in Österreich. Der A-Tec Konzern musste Insolvenz anmelden. Unter seinem Dach sind rund 70 Firmen mit 12.000 Beschäftigten im In- und Ausland angesiedelt. Nun muss ein Sanierungsverfahren die mit 350 Millionen Euro verschuldete Konzernmutter retten.

Inwieweit der nicht unumstrittene Firmengründer Mirko Kovats dabei eingebunden wird, ist noch unklar. Kovats hatte Ende der Neunziger durch massive, teils spektakuläre Zukäufe begonnen, ein Firmenimperium aufzubauen, das vor vier Jahren an die Börse ging. Aktuell hält er etwa zwei Drittel der A-Tec-Aktien, die nach derzeitigem Kurs rund 100 Millionen Euro wert sind.

Die Holding in Wien koordiniert die weitgehend unabhängig voneinander operierenden Gesellschaften, die in den vier Segmenten Motoren, Maschinenbau, Kupfer und Anlagenbau tätig sind und zuletzt insgesamt 2,7 Milliarden Euro Erlöse erzielten. Allein in Europa gehören gut 35 Niederlassungen zur Unternehmensgruppe, die zudem über Fertigungsstandorte in Asien, Australien und in den USA verfügt.
Quelle: oe1.orf.at vom 21.10.10