A-Tec verkauft - Zerschlagung wird folgen

Datum: 06.09.2011
Mirko Kovats hat als Mehrheitseigentümer der seit Herbst 2010 insolventen A-Tec-Industries immer noch einen starken Einfluss. Denn nun wird die Gruppe an seinen Wunschkandidaten verkauft - und dann hübsch filetiert. Contor heißt der neue Besitzer, der dem alten sehr nahe steht. Zumindest ist die Firmenadresse schon einmal dieselbe. Hinter Kontor steht der frühere A-Tec-Mitarbeiter Thomas Schätti. Das Contor - am 25. Juni 2011 ins Firmenbuch eingetragen - lediglich eine Strohfirma sei, wird von Kovats bestritten.

Immerhin bekommen die Gläubiger von A-Tec dann, so wie im Sanierungsplan vorgesehen, 47 Prozent ihres Geldes zurück. Und die begehrten Teile des Technikkonzerns werden an andere Investoren weiterverkauft. So soll die Motorentochter ATB Austria Antriebstechnik an die chinesische Firma Wolong veräußert werden. Der US-Finanzinvestor Solstice wird die zuletzt sehr gewinnbringende Kupferhütte Minerals & Metals übernehmen. Hinter Solstice steht der pakistanische Milliardär Alshair Fiyaz. Auch das 2006 stillgelegte Kraftwerk Voitsberg wird wohl verkauft, abgebaut und in der Dritten Welt wieder aufgebaut.

Wie es jedoch beim Maschinenbauer EMCO in Hallein weitgehen soll, scheint ungeklärt. Gingen die 350 Mitarbeiter bislang von einem Verkauf an die slowakisch-tschechische Finanzgruppe Penta aus, scheint nun ein Verbleib bei A-Tec wahrscheinlicher. Offizielle Informationen dazu gibt es aber noch nicht. Allerdings muss die A-Tec-Hauptversammlung Ende September dem Geschäft mit Contor noch zustimmen.
Quelle: sueddeutsche.de vom 6.9.11 und orf.at vom 5.9.11