Allianz gibt Tochtergesellschaft ab

Datum: 20.05.2008
Die Allianz trennt sich von einer ihrer Töchter, der Allianz Center Management (ACM). Käufer ist der in Hamburg ansässige führende europäische Shoppingcenter-Betreiber ECE. Zum Geschäft gehören jedoch nicht die Immobilien der ACM, die bei der Allianz verbleiben. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Abgeschlossen werden soll das Geschäft am 1.Juli 2008. Das OK der Kartellbehörde steht allerdings noch aus.

Momentan verwaltet die ACM elf Einkaufszentren mit einer Ladenfläche von mehr als 440.000 Quadratmetern. Dazu zählen auch Shopping-Malls in absolut exklusiver Lage wie die Europa Passage in Hamburg. Nach Aussage der ECE ist keiner der rund 80 Arbeitsplätze bei der ACM durch die Übernahme gefährdet. Das bislang zur Allianz Immobilien AG gehörende Unternehmen wird zukünftig einen neuen Namen erhalten und als organisatorisch selbstständige Gesellschaft agieren. ECE hat mit dem Kauf die aktuelle Nummer fünf der deutschen Shopping-Center Betreiber erworben.

Derzeit managt die ECE 97 Einkaufszentren mit einer Verkaufsfläche von gut 3 Millionen Quadratmetern und etwa 10.000 Mietergeschäften. 26 weitere Center sind im Bau beziehungsweise in der Planung. Neben Deutschland ist das Unternehmen auch in 13 anderen Ländern vor allem in Zentral-, Ost- und Südosteuropa tätig. Zu den bekanntesten ECE-Centern in der Bundesrepublik gehören die Potsdamer Platz Arkaden in Berlin und der Limbecker Platz in Essen.

Die 1965 vom Versandhauspionier Werner Otto gegründete Firma befindet sich seitdem im Besitz der Familie. Dessen jüngster Sohn Alexander Otto leitet seit 2000 die Geschicke von ECE. Ihr Leistungsspektrum erstreckt sich von der Entwicklung und Realisierung über die Vermietung bis zum Langzeit-Management verschiedener Arten von Immobilien. Nach Konzernangaben erzielten rund 3.000 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von 12 Milliarden Euro.
Quelle: Financial Times Deutschland vom 19.5.08