Aluminiumhütte Voerdal ist pleite

Datum: 07.05.2012
Kein Geld mehr bei der Voerde Aluminium GmbH aus der gleichnamigen Stadt am Niederrhein. Die Aluminiumhütte Voerdal hat seit längerer Zeit schon mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Nun ließ sich der Gang zum Insolvenzrichter nicht mehr vermeiden. 410 Beschäftigte bangen um ihren Job. Die Insolvenzverwaltung übernimmt die renommierte Düsseldorfer Anwaltskanzlei Kebekus und Zimmermann. Beantragt ist eine Insolvenz in Eigenverwaltung.

Als Gründe für die Pleite wurden zum einen die hohen Strompreise genannt. Die Herstellung von Aluminium ist extrem energieaufwendig weshalb eine Erhöhung der Strompreise die Firma sehr hart getroffen hat. Täglich braucht sie derzeit Strom für 250.000 Euro. Verschärfend kommt ein Preisverfall auf dem Weltmarkt für Aluminium hinzu.

Zum anderen sind viele Mitarbeiter der Meinung, dass der Investor Gary Klesch, dem Voerdal seit 2009 gehört, notwendige finanzielle Mittel einfach nicht bereit gestellt habe. Das ist zumindest der Tenor der letzten Betriebsversammlung. Voerdal erreichte zuletzt einen Jahresumsatz von 220 Millionen Euro. Erst im letzten Jahr ging die im niederländischen Vlissingen beheimatete Schwesterfirma pleite.
Quelle: rp-online.de vom 5.5.12