Andritz kauft AE&E

Datum: 03.12.2010
Die österreichische Andritz AG übernimmt die Kommandit- und Gesellschaftsanteile der AE&E Austria GmbH. Dafür zahlen die Anlagenbauer aus Graz 10 Millionen Euro. Inbegriffen sind Haftungen in Höhe von rund 120 Millionen Euro für laufende und neue Projekte. Außen vor bleibt allerdings die 75 Millionen Euro schwere problematische Haftung bei der Babcock Power Express Espana, die bei der bisherigen Mutter, der insolventen A-Tec Industries AG verbleibt.

Für die 375 Mitarbeiter der ebenfalls auf den Anlagenbau spezialisierten AE&E im steirischen Raaba bringt der Gesellschafterwechsel neue Hoffnung. Denn so hat man statt einer zahlungsunfähigen Konzernmutter wieder jemanden im Rücken, der etwas bewegen kann und hoffentlich zudem dafür Sorge trägt, dass es in Raaba weiter geht.

Glaubt man einem Insider, so war die Rettung kurz vor knapp. Denn viel Zeit blieb der AE&E nicht mehr. Für eine gelungene Sanierung muss sie eine Mindestquote von 30 Prozent für die Gläubiger erfüllen. Das sind nach Abschluss der Übernahme 20,46 Millionen Euro. Zwar immer noch viel Geld, aber mit ANdritz durchaus machbar.
Quelle: wirtschaftsblatt.at vom 3.12.10