Angell-Demmel geht an Faurecia

Datum: 24.11.2010
Der französische Konzern Faurecia, einer der weltweit größten Automobilzulieferer, übernimmt den insolventen Konkurrenten Angell-Demmel. Vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden soll das Geschäft zum Jahreswechsel wirksam werden.

Angell-Demmel musste im September diesen Jahres in die Insolvenz. Das entsprechende Verfahren wurde Anfang des Monats eröffnet. An den beiden Standorten in Lindau am Bodensee und im österreichischen Kennelbach arbeiten rund 800 Beschäftigte an der Beschichtung und Verzierung von Oberflächen sowie an Aluminiumzierleisten für Fahrzeug-Innenräume.

Der Nettoumsatz lag in den ersten drei Quartalen dieses Jahres bei 55 Millionen Euro. Mehr als 90 Prozent davon wurden durch Aufträge der großen deutschen Autobauer Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW abgedeckt. Bei Faurecia soll Angell-Demmel künftig in den Geschäftsbereich Innenraumsysteme integriert werden.

Bislang befand sich Angell-Demmel zu 60 Prozent im Besitz der Sellner Holding GmbH, die erst 2009 eingestiegen war. Zu 40 Prozent gehörte sie der DAHH, der Holding der Alteigentümer. Faurecia bezahlt für den Deal, von dem die Werkzeuge ausgenommen sind, etwa zwölf Millionen Euro.
Quelle: schwaebische.de vom 23.11.10