Angeschlagene Crenox an Sachtleben veräußert

Datum: 12.06.2012
Das dürfte bei der Belegschaft in Krefeld für ausgelassene Stimmung sorgen. Das seit drei Jahren in der Insolvenz befindliche Chemieunternehmen Crenox aus dem Stadtteil Uerdingen hat einen neuen Mutterkonzern. Und der will alle 550 Mitarbeiter übernehmen. Zum 1. Juli soll die Duisburger Konkurrenz von Sachtleben das Ruder bei Crenox übernehmen. Zwar müssen die Kartellbehörden noch grünes Licht geben. Aber deren Zustimmung gilt als sicher.

Das ehemalige Bayer-Werk in Uerdingen gehörte seit 2001 komplett zum US-amerikanischen Chemieunternehmen Kerr-McGee, die das Werk 2006 in Tronox Pigments umbenannten, aber durch Misswirtschaft maßgeblich mit an der 2009 erfolgten Insolvenz beteiligt waren. Insolvenzverwalter Eberhard Stock sorgte 2010 für einen erneuten Namenswechsel. Seitdem kämpft man als Crenox ums Überleben. Das nun gesichert scheint. Zumal die Amerikaner anscheinend jegliches Interesse am Uerdinger Standort verloren haben und deshalb keine Steine in den Weg legen.

Bei Crenox wird Titanoxid produziert. Das Weißpigment dient als Grundstoff bei der Herstellung von Farben, Lacken, Papieren und Kunststoffen. Zudem wird es beim Bau von Katalysatoren und elektrokeramischen Teilen sowie in der Nahrungsmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie genutzt. Sachtleben will durch den Zukauf seine Jahreskapazität bei Titanoxid von 240.000 auf 340.000 Tonnen steigern.
Quelle: rp-online.de vom 12.6.12