Anzag investiert in Litauen

Datum: 17.07.2008
Die Andreae-Noris Zahn AG hat sich die Mehrheit der Anteile am litauischen Pharmagro├čh├Ąndler JSC Armila gesichert. F├╝r 92 Prozent der Aktien des Unternehmens aus Vilnius bezahlt die ANZAG nach eigenen Angaben etwa 20 bis 22 Millionen Euro. Die verbliebenen 8 Prozent verteilen sich auf sechs weitere Aktion├Ąre.

Armila verf├╝gt in Litauen ├╝ber einen Marktanteil von rund 13 Prozent. Von vier Niederlassungen in Litauen aus werden circa 1500 Apotheken und Kliniken im gesamten Baltikum versorgt. Derzeit sind 105 Personen im Unternehmen besch├Ąftigt, die 2007 einen Umsatz von knapp 62 Millionen Euro erreichten. Um jedoch weiter expandieren zu k├Ânnen, brauchte das Unternehmen einen finanziell starken strategischen Partner, der auch in den Bereichen Service und Logistik hohe Qualit├Ąten vorzuweisen hat. Diesen glaubt man im Frankfurter Konzern gefunden zu haben.

F├╝r ANZAG liegt einer der Hauptgr├╝nde f├╝r die Investition nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Dr. Tr├╝mper darin, dass die Umsatzrenditen im deutschen Pharmagro├čhandel seit Jahren r├╝ckl├Ąufig sind und zudem von der Politik ausgehende Ver├Ąnderungen diese Tendenz noch verst├Ąrken k├Ânnten. Dagegen hat sich der pharmazeutische Markt in Litauen f├╝r Gro├čh├Ąndler genau gegenteilig entwickelt. Er lockt mit j├Ąhrlichen Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich neue Unternehmen an.

Die ANZAG z├Ąhlt mit rund 2.700 Mitarbeitern, 24 Niederlassungen und einem Jahresumsatz von 3,7 Milliarden Euro zu den f├╝hrenden deutschen Pharmagro├čh├Ąndlern. Sie ist im General Standard der Frankfurter Wertpapierb├Ârse gelistet.
Quelle: Pressemitteilung von ANZAG vom 16.7.08