Ara greift nach Salamander-Schuhen

Datum: 12.01.2009
Geht es nach dem Schuhhersteller mit dem Papageiennamen, wird künftig auch Lurchi seine Stiefel für Ara schnüren. Nach Informationen der Financial Times Deutschland stehen die Verhandlungen mit dem bisherigen Salamander-Besitzer Egana Goldpfeil, einem in Deutschland und China ansässigen Edelmarkenproduzenten, kurz vor dem Abschluss. Auch beim Bundeskartellamt wurden inzwischen entsprechende Übernahmepapiere eingereicht.

Eganas Europaholding in Offenbach musste im Herbst letzten Jahres die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über sich ergehen lassen. Zudem hatte es in der Vergangenheit finanzielle Unregelmäßigkeiten bei dem deutsch-chinesischen Konzern gegeben, in deren Zuge auch Führungsmitglieder unter Anklage gestellt wurden. Diese Ereignisse führten zu einem zeitweisen Aussetzen der Unternehmensaktien. Künftig soll sich der europäische Firmenzweig auf Schmuck und Uhren konzentrieren, weshalb für Salamander ein Käufer gesucht wurde.

Salamander ist von der Insolvenz des Mutterkonzerns nicht betroffen. Der Schuhhersteller beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter, die im letzten Jahr einen Umsatz von etwa 190 Millionen Euro erzielen konnten.

Ara ist nicht nur in der Produktion von Schuhen tätig, sondern über Läden und Shop-in-Shop-Konzepte auch im Vertrieb. Der Export der in Deutschland, Portugal, Rumänien und Indonesien gefertigten Schuhe läuft in mehr als 50 Länder. Ungefähr 5.400 Mitarbeiter konnten 2007 rund 288 Millionen Euro umsetzen.
Quelle: Financial Times Deutschland vom 12.1.09