Autozulieferer Alu-Druckguss in Schwierigkeiten

Datum: 18.06.2010
Das Unternehmen Alu-Druckguss aus Brieslang bei Berlin musste einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Dies wurde der Belegschaft am Donnerstag mitgeteilt. Grund für diesen Schritt sind Umsatzeinbußen von bis zu 40 Prozent in Folge der Absatzflaute in der Automobilindustrie. Von der ist Alu-Druckguss abhängig, denn die Firma verkauft Motor- und Getriebeteile an führende Kfz-Hersteller wie Daimler, VW, Audi und MAN.

Die über 375 Mitarbeiter des Unternehmens müssen sich vorerst keine Sorgen machen, teilte der Betriebsratsvorsitzende mit. Die Bezahlung sei über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit erst mal gesichert, die Produktion soll weiterlaufen und die Auftragsbücher seien gefüllt. Auch ein Personallabbau ist nicht vorgesehen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Graf von Brockdorf und der neue Geschäftsführer Andrew Seidl wollen eine schnelle Sanierung des Betriebs erreichen. Alu-Druckguss produziert in Brandenburg und Berlin und hat ein weiteres Werk in Polen. Dies sei aber nicht betroffen. Das Unternehmen ging aus der Traditionsfirma Ludwig Loewe hervor, die 1906 als erster Betrieb in Europa das Druckgussverfahren angewandt hatte.
Quelle: maerkischeallgemeine.de vom 18.06.2010