Autozulieferer Mahle kauft KTM-Sparte

Datum: 28.10.2009
Ab 2010 heißt der neue Besitzer des Autogeschäfts von KTM-Kühler in Oberösterreich Mahle. Der global operierende deutsche Kolbenspezialist stärkt mit diesem Zukauf seinen Bereich Thermomanagement.

KTM-Kühler war zuletzt in Bedrängnis geraten und verzeichnete einen Umsatzeinbruch von bis zu 50 Prozent. Mit dem Verkauf seines Automotive-Bereichs möchte der Produzent von Öl-Wasser-Wärmetauschern die Talfahrt abfedern und die zuletzt reduzierte Belegschaft von 120 Mitarbeitern weiter beschäftigen. Außerdem soll die Belieferung des eigenen Motorrad-Bereichs mit Kühlern sichergestellt werden.

Denn neben Kühlern für Automotoren stellt KTM auch Motorräder und Kühler für stationäre Anlagen her. Diese Geschäftsfelder bleiben weiter im Verantwortungsbereich der KTM-Chefs Stefan Pierer und Rudolf Knünz. Mit der nun verkauften Auto-Geschäftssparte konnte KTM-Kühler im vergangenen Jahr einen Umsatz von 15 Millionen Euro erzielen. BMW ist hier der größte Abnehmer.

Auch der Käufer Mahle kämpft wie andere Zulieferer seit längerem mit der massiven Branchenkrise und hat Verluste eingefahren. Durch die Erweiterung des Produktsortiments wollen die Stuttgarter, die weltweit über 44.000 Mitarbeiter an etwa 100 Standorten beschäftigen, wieder die Gewinnzone erreichen.

Ein Teil der Produktionsflächen von KTM in Mattighofen wird nun von Mahle angemietet. Für die neuen Mitarbeiter kann Kurzarbeit nicht ausgeschlossen werden, so hieß es. Abgeschlossen wird die Übernahme voraussichtlich Ende Dezember 2009 sein.
Quelle: ORF.at vom 27.10.2009