Autozulieferer Preh geht an Joyson Investment

Datum: 11.04.2011
Der Kurs des international ausgerichteten Autozulieferers Preh aus dem bayerischen Neustadt an der Saale wird künftig von China aus bestimmt. Denn der private chinesische Autozulieferer Joyson Investment hält seit letzter Woche die Anteilsmehrheit bei Preh. Die bisherigen Mehrheitsgesellschafter Deutsche Beteiligungs AG und das Firmenmanagement trennten sich von 74,9 Prozent der Anteile, verfügen aber weiterhin über die restlichen 25,1 Prozent.

Zum Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Das Okay der zuständigen Behörden aus dem Reich der Mitte steht noch aus. Dr. Michael Roesnick betonte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Geschäftsführung bei Preh, dass mit Joyson ein idealer Partner für die Zukunft gefunden sei. Gute Marktzugänge und Kontinuität in allen Bereichen seien dadurch langfristig gewährleistet. Über ein gemeinsames Joint Venture in Ningbo kennen und schätzen die beiden Unternehmen sich bereits.

Preh soll auch weiterhin selbstständig agieren. Die knapp 2.500 Arbeitsplätze seien gesichert. Es sollen im Laufe des Jahres sogar 200 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Für den Stammsitz in Neustadt gibt es darüber hinaus eine Standortgarantie. Der bayerische Autozulieferer, dessen Schwerpunkte auf Klimabedienteilen und Fahrerassistenzsystemen liegen, erreichte letztes Jahr einen Umsatz von 343 Millionen Euro. Und im ersten Quartal 2011 liegt das Wachstum bei gut 30 Prozent.
Quelle: autohaus.de vom 8.4.11