Autozulieferer Wema wird gerupft, darf aber weiterleben

Datum: 08.06.2009
Was soll man als Angestellter der insolventen Plauener Werkzeugmaschinenwerke von der neuen Situation halten. Ist das Glas jetzt halb voll oder halb leer? Möglich sind wohl je nach Standpunkt beide Deutungen. Die Fakten:

Das operative Geschäft wird von der mit Wirkung zum 1. Juni neu gegründeten Wema Vogtland technology GmbH übernommen. Diese gehört zur in der gleichen Branche tätigen SVQ GmbH aus dem Saarland. Nach Aussagen des Unternehmens reagierten die Kunden trotz der weiterhin angespannten Lage äußerst positiv auf diese Nachricht und signalisierten vielfach Interesse an weiterer Zusammenarbeit. So weit so gut.

Für die rund 180 verbliebenen Mitarbeiter gestaltet sich die Lage jedoch weniger rosig. Nachdem beim Automobilzulieferer bereits seit Jahresanfang Kurzarbeit dominierte, mussten sie nun Aufhebungsverträge unterzeichnen. Die meisten von ihnen wechselten in eine Beschäftigungsgesellschaft und stehen dem neuen alten Unternehmen bei Bedarf zur Verfügung. Nur 30 Beschäftigte kümmern sich um das Abarbeiten alter Aufträge. SVQ kündigte zudem an, lediglich 60 Arbeitsplätze erhalten zu wollen. Damit droht der Mehrheit die Arbeitslosigkeit.
Quelle: MDR-online vom 6.6.09