Barmer und GEK wollen fusionieren

Datum: 25.09.2009
Da entsteht ein neuer Riese im Gesundheitswesen: Die Barmer Ersatzkasse und die GEK, die Gmünder Ersatzkasse, haben nach wochenlangen Verhandlungen die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss geschaffen.

Am Mittwoch gab der Verwaltungsrat der GEK grünes Licht. Zwar muss auch der Barmer-Verwaltungsrat noch sein okay geben. Dass das geschehen wird, gilt aber als gesichert. Wenn nun die noch ausstehende Zustimmung des Bundesversicherungsamtes erfolgt, wird durch die Fusion die größte Krankenkasse Deutschlands geschaffen.

Sie hätte mehr als 19.500 Beschäftigte und bundesweit 1.200 Geschäftsstellen, die dann rund 8,6 Millionen Versicherte betreuen. Das Leistungs- und Serviceangebot soll auf eine noch breitere Basis als bisher schon gestellt werden. Mit einem Marktanteil von etwa 13 Prozent befindet sich der Konzern dann bei Verhandlungen mit Pharmaunternehmen und Ärzten in einer sehr starken Position. Die GEK entgeht durch die Fusion zudem einer internen Debatte um Zusatzbeiträge für ihre Versicherten, die durch den neuen Gesundheitsfonds im Raum standen.

Geplant ist das Zusammengehen für den Anfang des nächsten Jahres. Damit würde sich die Barmer die Spitzenposition der deutschen Krankenkassen in Bezug auf Versichertenzahlen zurückholen, die sie erst zum letzten Jahreswechsel an die TKK, die Techniker Krankenkasse verloren hatte. Nach deren Zusammenschluss mit der IKK-Direkt entstand ein Konzern mit 7,2 Millionen Versicherten.
Quelle: zeit.de vom 24.9.09