BayernLB gibt Mehrheit an der SaarLB ab

Datum: 22.06.2010
Im Dezember 2009 wurden die entsprechenden Verträge unterschrieben. Jetzt meldet die SaarLB Vollzug. Die BayernLB trennte sich von 25,2 Prozent der Anteile und hält nun mit 49,9 Prozent nicht mehr die absolute Mehrheit. Die verkauften Anteile übernimmt das Saarland, das nun zusammen mit dem Sparkassenverband Saar 50,1 Prozent hält.

Gezahlt wurden dafür nach Angaben im Dezember letzten Jahres, als das Geschäft perfekt gemacht wurde, 65 Millionen Euro. Allerdings handelt es sich bei diesem Deal nur um einen ersten Schritt, da die BayernLB sich langfristig komplett von der SaarLB trennen will. Das muss sie auch, wenn sie ihren Sanierungsplan einhalten will. Denn nach dem finanziellen Desaster bei den Bayern, das auch Vorstandschef Michael Kemmer seinen Job kostete, muss schnellstens Geld in die leeren Kassen kommen.

Übernehmen soll die restlichen Anteile dann ebenfalls das Saarland. Das kleine Bundesland verfügte vor dem ersten Verkauf über zehn Prozent, der
Sparkassenverband über 14,9 Prozent. Die SaarLB ist mit einer Bilanzsumme von knapp 19 Milliarden Euro auch eine kleine Landesbank. Zum Vergleich: Die BayernLB wies im ersten Quartal 2010 eine Bilanzsumme von 347,8 Milliarden Euro aus.
Quelle: merkur-online.de vom 21.6.10