Beginnt das Sterben der Opel Händler?

Datum: 30.07.2012
Nun muss schon der zweite Opel-Händler im Juli Insolvenz anmelden. Zufall oder haben die Banken das Vertrauen in Opel verloren? Bereits im Mai musste der Opel Händler Franken in Duisburg Insolvenz anmelden. 160 Leute waren betroffen. Dann Anfang Juli Opel Memmel mit 140 Mitarbeitern und nun das Autohaus Hansa mit 96 Mitarbeitern. Was dabei auffällt: Es sind keine kleinen Betriebe.

Das nun insolvente Autohaus Hansa mit Standorten in Lübeck, Bad Schwartau, Bad Oldesloe und Eutin gehörte früher dem Possehl Konzern und wurde 2004 von der Lübecker Kittner-Gruppe übernommen. Angeblich war man schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Investor. Grund für die Insolvenz soll die mangelnde Kapitalausstattung gewesen sein. Das Autohaus Hansa, das bis 2009 zur zerschlagenen Kittner-Gruppe gehörte, befindet sich nun in einer äußerst prekären Situation.

Denn nicht nur, dass in den nächsten drei Monaten unbedingt ein Investor gefunden werden muss. Die Konkurrenz von Opel Dello steht in Lübeck zudem direkt vor der Tür und will in der Hansestadt ein neues Opel-Autohaus eröffnen. Und ob zwei Niederlassungen nicht etwas zu viel des Guten sind, darf getrost gefragt werden. Gleichzeitig hat sich Dello aber auch für eine Übernahme von Hansa-Personal und Unternehmensteilen ins Spiel gebracht. Hansa ist über einen Treuhänder bereits zu 94 Prozent im Besitz der Banken, die jetzt die Insolvenz forciert haben.

Die unklare Lage bei Opel schlägt jetzt voll auf die Händler durch, die nicht solide finanziert sind. Von daher ist wohl mit weiteren Insolvenzen zu rechnen. Denn was ist ein Opel-Händler wert wenn es keine Opel mehr gibt?
Quelle: ln-online vom 27.7.12