Beluga Chartering geht in die Insolvenz

Datum: 17.03.2011
Langsam wir die Luft dünn für die Bremer Reederei Beluga Shipping. Für ihr Kerngeschäft, die Befrachtung der Schiffe, ist die Tochtergesellschaft Beluga Chartering zuständig. Und die hat jetzt Insolvenz beantragt. In diesem Fall kann das gut sein, weil endlich eine unabhängige Instanz gezwungenermaßen versucht, Licht in den Beluga-Dschungel zu bringen.

Denn wie der verschachtelte Konzern, der sich noch vor nicht allzu langer Zeit als Weltmarktführer bezeichnete, von Niels Stolberg genau aufgebaut wurde, erscheint undurchsichtig. Klar ist, dass der mit 49,5 Prozent bei Beluga beteiligte US-Investor Oaktree ziemlich massive Forderungen stellt und gleichzeitig ebenso massive Vorwürfe gegen die ehemalige Geschäftsführung unter Stolberg erhebt.

Banken und Emissionshäuser sollen nach Willen Oaktrees die Charterraten und Forderungen aus Krediten reduzieren. Denn die Insolvenz trifft nicht nur das Unternehmen und die Banken, sondern auch rund 15.000 Anleger, die über Schiffsfonds rund 300 Millionen bei der Bremer Reederei investiert haben. Ob und wie die Geschichte weitergeht, ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig offen.
Quelle: weser-kurier.de vom 17.3.11