Bertelsmann holt sich KKR für Musikrechteverwertung an Bord

Datum: 09.07.2009
Das arg geschrumpfte Musikgeschäft bei Bertelsmann wird umstrukturiert. Die BMG Rights Management wird zu 51 Prozent vom Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) übernommen. Der bringt 50 Millionen Euro sofort ein und stellte für die nächsten Jahre noch einmal bis zu 200 Millionen Euro für eventuelle Zukäufe in Aussicht. In diesem Fall würde auch Bertelsmann dem Gemeinschaftsunternehmen eine kräftige Kapitalspritze zukommen lassen.

Obwohl die New Yorker Investoren die Mehrheit erwerben, bleibt die operative Geschäftsführung in den Händen von Bertelsmann-Manager Hartwig Masuch. Der will aus BMG Rights einen der führenden Musikrechtevermarkter machen. Im Moment kümmert sich das Unternehmen um die Vorfinanzierung, die Vermarktung und die Lizenzabrechnung für die Künstler. Aktuell werden die Rechte an den Aufnahmen von rund 300 Künstlern gehalten.

BMG Rights ist das, was für den Bertelsmann-Konzern aus der Zusammenarbeit mit Sony übrig geblieben ist. 2006 verkauften die Gütersloher zunächst den Musikverlag BMG Music Publishing für gut 1,6 Milliarden Euro an Universal. Der Rest von Sony BMG ging dann im letzten Jahr an Sony. Die Partnerschaft mit KKR, die sonst auf Unternehmenskäufe fokussiert sind, ist auf fünf Jahre angelegt. Ein konkretes Ausstiegsszenario ist bislang aber nicht aufgestellt worden.
Quelle: Reuters Deutschland vom 8.7.09