BFW Hamburg geht in die Insolvenz

Datum: 15.05.2013
Trotz Unterstützung der Hansestadt lässt sich dieser Schritt laut Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) nicht mehr vermeiden. Am Freitag soll das Berufsförderungswerk Hamburg Insolvenz anmelden. Selbst ein Darlehen der Stadt half dem BFW, das Schulden von 25 Millionen Euro angehäuft hat, nur kurzfristig weiter. Ein Sanierungskonzept bei dem die Gläubiger auf 35 Prozent ihres Geldes verzichten sollten, scheiterte am Veto der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Nun steht der Hamburger Senat in der Pflicht. Denn das BFW ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt. Auch wenn diese den Bund mit einbinden will. Auf jeden Fall geht es für 300 Mitarbeiter jetzt um ihren Job. Und zudem würde wieder eine Einrichtung mit einem sinnvollen gesellschaftlichen Auftrag wegbrechen. Das 1962 gegründete BFW hat vielen Menschen mit gesundheitlichen Problemen bei der beruflichen Rehabilitation und Integration geholfen. Drücken wir die Daumen, dass es das auch weiterhin tun kann.
Quelle: welt.de vom 15.5.13