Bier vom Discounter

Datum: 29.01.2012
Woher kommt eigentlich das Bier vom Discounter? Mittlerweile führen viele Discounter auch Markenbiere. In Hamburg bietet Lidl beispielsweise auch die Marke Holsten und bei Penny kann man auch mal eines der Fernsehbiere erstehen. Neben den bekannten Marken führen die Discounter aber auch Eigenmarken.

Bei Penny ist es die Marke Adelskrone. Diese gibt es einmal in der PET-Flasche und einmal in der Dose. Das muss aber noch nicht zwingend bedeuten, dass es derselbe Hersteller ist. Denn das Bier aus der Dose kommt bei Penny von der Karlsberg Brauerei, die das Bier vermutlich in ihrer elsässischen Brauerei Brasserie Saverne brauen lässt. Das Flaschenbier kommt von der Oettinger Brauerei aus der Braustätte Braunschweig. Oettinger braut auch das Karlsquell Malz für Aldi. Das Maternus Pils von Aldi kommt allerdings nicht aus Deutschland sondern von der Brauerei Martens in Bocholt. Hört sich deutsch an aber Bocholt liegt in Belgien.

Die beiden Netto Discounter beziehen ihr Bier im Norden aus der Darguner Brauerei, die im übrigen für Netto Stavenhagen auch viele Erfrischungsgetränke abfüllt. Das Meisterbräu bei Netto wird hingegen vom Freiberger Brauhaus abgefüllt, dass wiederum zur Radeberger-Gruppe gehört.

Lidl greift für sein Grafenwalder auf die Braukapazität des Frankfurter Brauhauses zurück. Einer Brauerei, die fast nur Eigenmarken für den Handel abfüllt. Das Fink Bräu von Lidl kommt wiederum von der schon oben erwähnten Karlsberg Brauerei. Das Bergadler Premium Pils hingegen kommt von der Mauritius Brauerei.

Generell gilt bei Bier vom Discounter: Das Bier in der Flasche und in der Dose kann von unterschiedlichen Brauereien kommen. Auch können Brauereien wechseln und regional wechseln. Die Discounter verteilen ihre Nachfragekapazität auch gerne mal auf mehrere Anbieter.
Quelle: Recherche für das Thema Getränke Akte SAT1 31.1.2012