Bierdeckelhersteller Katz kann weitermachen

Datum: 05.10.2009
Der hochverschuldete Bierdeckelproduzent Katz hat eine Zukunft. Die Badener August Koehler AG hat zum 1. Oktober das Ruder des insolventen Unternehmens übernommen. Beide Seiten vereinbarten Stillschweigen über die Höhe des Kaufpreises.

Die Papierfabrik Koehler kann mit der Akquisition ihr Geschäftsfeld auf die Entwicklung und Produktion von Bierglasuntersetzern ausweiten. Und zumindest die 150 Arbeitsplätze am Hauptstandort in Murgtal in Baden-Württemberg sind zunächst einmal gesichert. Darüber hinaus besitzt Katz Tochterfirmen und Niederlassungen in Weisenbach bei Rastatt, im bei Chemnitz gelegenen Großschirma und in den USA.

Insgesamt arbeiteten zuletzt etwa 240 Beschäftigte in den Niederlassungen von Katz. Der Standort in Großschirma mit seinen 85 Mitarbeitern muss allerdings definitiv zum Jahresende geschlossen werden. Der Bierdeckelhersteller erlebte mehrere Eigentümerwechsel und gehörte zuletzt der Anthemius Vermögensverwaltung. Im Frühjahr brach die Auftragslage so stark ein, dass nur der Gang in die Insolvenz blieb.
Quelle: ka-news.de vom 1.10.09