Biotechfirma Brahms wird von US-Pharmariesen übernommen

Datum: 03.09.2009
Das Brandenburger Diagnostikunternehmen Brahms wird vom Pharmakonzern Thermo Fisher Scientific Inc. gekauft. Die Amerikaner zahlen dafür rund 470 Millionen US-Dollar bzw. 330 Millionen Euro. Allerdings müssen die zuständigen Behörden das Geschäft noch genehmigen.

Ein gutes Geschäft vor allem für die Beteiligungsgesellschaft HBM Bioventures. Die erwarben vor vier Jahren Brahms-Anteile für 4,1 Millionen Euro für die sie jetzt ein Vielfaches bekamen. Inklusive einer früher verbuchten Aufwertung machte HBM gut 84 Millionen Euro Gewinn mit den Papieren.

Brahms ist in Hennigsdorf bei Berlin ansässig und erforscht, entwickelt und produziert neuartige diagnostische Testverfahren, insbesondere in-vitro-Diagnostik-Tests zur verbesserten Behandlung von schweren Krankheiten. 400 Beschäftigte konnten im Vorjahr einen Umsatz von 75 Millionen Euro erwirtschaften.

Zukünftig soll Brahms in den Spezialdiagnostikbereich bei Thermo Fisher Scientific integriert werden. In Hennigsdorf soll außerdem das Europazentrum des US-Konzerns entstehen, der im vergangenen Jahr mit 34.000 Mitarbeitern etwa 10,5 Milliarden Dollar bzw. 7,3 Milliarden Euro umsetzen konnte.
Quelle: Pressemitteilung von Brahms vom 3.9.09