Blohm + Voss Maschinenbausparte verkauft

Datum: 10.01.2013
Die Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss wird weiter aufgestückelt. Nachdem ThyssenKrupp vor einem Jahr den zivilen Teil der Werft veräußerte, um sich auf den militärischen Schiffbau zu konzentrieren, wird nun der zivile Teil noch weiter aufgeteilt. Der ThyssenKrupp-Nachfolger, der Finanzinvestor Star Capital, trennt sich von der Maschinenbausparte von Blohm + Voss.

Damit gehört Blohm + Voss Industries künftig zum schwedischen Unternehmen SKF, das dafür 80 Millionen Euro zahlt und darüber hinaus Schulden in Höhe von 18 Millionen Euro übernimmt. SKF ist ein weltweit agierender Maschinenbaukonzern mit 46.000 Mitarbeitern, davon 6.600 in Deutschland. Blohm + Voss Industries stellt Maschinen und Komponenten für den Schiffbau her. Mit 400 Beschäftigten, die meisten davon im Hamburger Hafen, konnten zuletzt rund 100 Millionen Euro umgesetzt werden.

Star Capital hatte schon beim Kauf vor einem Jahr angekündigt, die Maschinenbausparte weiterverkaufen zu wollen. Der zivile Rest der Werft besteht nun hauptsächlich aus Blohm + Voss Repair und aus Blohm + Voss Shipyards, also einer Reparatur- und einer Neubauwerft, in der insbesondere Mega-Jachten gefertigt werden.
Quelle: handelsblatt.com vom 10.1.13