BlueBay sichert Ruwel das Überleben

Datum: 15.09.2009
Das Ruwel-Werk in Geldern am Niederrhein hat eine Zukunft. Der Leiterplattenhersteller war durch die Krise der Autobranche in finanzielle Schieflage geraten und musste in die Insolvenz. Nun hat der Finanzinvestor BlueBay nach langen Verhandlungen sein Einverständnis gegeben, Ruwel in Geldern zusammen mit einem asiatischen Partner mehrheitlich zu übernehmen.

Seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde das Werk vom Insolvenzverwalter Horst Piepenburg geführt, der allerdings 180 der rund 400 Mitarbeiter entlassen musste. BlueBay signalisierte schon vor Monaten sein Interesse an einem weiteren Engaement, knüpfte das aber an Bedingungen. Die sind nun dadurch erfüllt, dass der größte Teil der 180 entlassenen Personen seine Kündigungsklage zurückgezogen hat, wodurch eine ausreichende Rechtssicherheit für die zukünftigen Arbeitsverhältnisse besteht.

Da zudem aktuell die Auftragslage wieder besser aussieht und bis mindestens Februar genügend Arbeit für die 220 verbliebenen Beschäftigten vorhanden ist, könnten in absehbarer Zeit auch wieder neue Jobs geschaffen werden, die dann bevorzugt mit den freigestellten Mitarbeitern besetzt werden sollen.

Der asiatische Co-Investor will sich Ende der Woche der Öffentlichkeit vorstellen. Über die finanziellen Modalitäten wurde nichts bekanntgegeben. BlueBay ist bereits seit 2006 einer von drei Gesellschaftern beim ehemals größten deutschen Leiterplattenproduzenten gewesen. Bereits Ende Juli wurde auch eine Lösung für das Ruwel-Werk in Pfullingen gefunden, das ebenfalls weitermachen kann.
Quelle: derwesten.de vom 14.9.09