Bosch steigt bei Solarzellenhersteller ein

Datum: 02.06.2008
Der Robert Bosch Konzern übernimmt die Mehrheit beim Solarzellenhersteller Ersol. Dafür wurde mit Ventizz Capital Fund II LP aus Delaware in den USA, und ihrer auf der englischen Kanalinsel Jersey angesiedelten Tochtergesellschaft Ventizz II Jersey Holding LP ein Vertrag für die Übernahme von deren Anteilen an Ersol in Höhe von 50,45 Prozent des Grundkapitals abgeschlossen. Allerdings steht die Zustimmung der Kartellbehörden noch aus.

Für diese Transaktion zahlt Bosch 546,4 Millionen Euro. Umgerechnet ist das für die einzelne Aktie ein Preis von 101 Euro. Dieser Preis liegt um 63,3 Prozent über dem Schlusskurs von Freitag, der mit 61,85 Euro pro Aktie angegeben wurde, und um 68,3 Prozent über dem gewichteten durchschnittlichen Aktienkurs der ersol Aktie im XETRA- und Parkett-Handel während der letzten drei Monate vor Veröffentlichung des Deals.

Wie Bosch mitteilte, soll in Kürze auch für die restlichen Anteile ein öffentliches Übernahmeangebot vorgelegt werden. Zur weltweit agierenden Bosch-Gruppe gehören derzeit über 300 Tochter- und Regionalgesellschaften in etwa 50 Ländern. Vornehmlich in den Sparten der Kraftfahrzeug-, Gebäude- und Industrietechnik sowie mit Gebrauchsgütern erzielten die rund 271.000 Beschäftigten im letzten Jahr einen Umsatz von 46,3 Milliarden Euro.

Ersol entwickelt hocheffiziente Photovoltaik-Komponenten und ist in diesem Bereich auf siliziumbasierte Photovoltaik-Produkte spezialisiert. Neben dem Stammsitz in Erfurt besteht das Unternehmen aus vier Tochtergesellschaften und der Beteiligung an einem Joint Venture in China. Bei einem Umsatz von gut 160 Millionen Euro konnte der Auslandsanteil mit 52,4 Millionen Euro in etwa verdoppelt werden. Auch der operative Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp 80 Prozent auf 7,7 Millionen Euro. Momentan beschäftigt Ersol circa 920 Mitarbeiter.

Quelle: Pressemitteilung von Ersol vom 2.6.08