Bosch trennt sich von Basisbremsengeschäft

Datum: 11.01.2012
Bosch macht bei der Umstrukturierung seiner Bremsensparte Nägel mit Köpfen. Das komplette Basisbremsengeschäft wird an den US-Finanzinvestor KPS Capital Partners veräußert. Zum Kaufpreis wurden keine genauen Angaben gemacht. Im Raum steht allerdings eine Summe von rund 200 Millionen Euro. Das Geschäft umfasst den Bereich der Erstausrüstung mit Scheiben-, Trommel- und Parkbremsen sowie Bremssätteln. Bosch konnte hier zuletzt mit 5.200 Mitarbeitern 850 Millionen Euro umsetzen.

Trotzdem sei dieser Bereich im letzten Jahr defizitär gewesen. Außerdem sieht der weltweit größte Autozulieferer aus Baden-Württemberg die Sparten Bremskraftverstärker und Bremsregelungen mit Antiblockier- und Stabilitätssystemen deutlich weiter vorne. Darum verbleibt auch die elektronische Bremssteuerung im Konzern. Denn hier schlummere ein größeres Innovationspotential, weshalb Bosch sich darauf konzentrieren will. Noch vor ein paar Jahren sah das Management die Zukunft in der Ausrichtung als Komplettanbieter von allen Bremsenteilen.

KPS Capital Partners setzt hingegen darauf, dass die Neuerwerbung, die im nächsten Monat einen eigenen Namen bekommen soll, schnell profitabel arbeitet. Um aber gegen die beiden Hauptkonkurrenten Continental und TRW bestehen zu können, sind weitere Zukäufe geplant.
Quelle: faz.net vom 10.1.12