Brausepulverfabrikant Sadex bald Geschichte?

Datum: 20.01.2012
Vielleicht gibt es die Kult-Brausestäbchen von Sadex bald nicht mehr. Denn das Unternehmen aus Winnenden-Hertmannsweiler in Baden-Württemberg musste jetzt einen Insolvenzantrag stellen. Damit ist die Zukunft für die 18 Beschäftigten und die Brausestäbchen, die bundesweit bei den meisten großen Handelsketten in den Regalen stehen, ungewisser denn je. Immerhin werden täglich rund 400.000 der Stäbchen sowie Bärchen, Fläschchen, Äpfelchen und Herzchen produziert.

Fritz Sattler begann 1951 eine Idee umzusetzen, die man heute getrost als gesellschaftlich unkorrekt bezeichnen würde. Er presste Kinderzigaretten aus Brausepulver. Obwohl die Auftragslage derzeit nach eigenen Angaben gut ist, ist Sadex zahlungsunfähig. Das liegt zum einen am Anstieg des Zuckerpreises. Zum anderen gibt es größere Außenstände für bereits ausgelieferte Waren. Da sich daran hoffentlich schnell etwas ändert und da außerdem der Kultfaktor der Marke nicht zu unterschätzen ist, sieht der Insolvenzverwalter gute Chancen für einen Fortbestand der Firma sowie den potenziellen Einstieg eines Investors.
Quelle: stuttgarter-zeitung.de vom 19.1.12