Böwe von Schweizer Beteiligungsfirma übernommen

Datum: 01.09.2010
Licht am Ende des Tunnels für die Mitarbeiter des Maschinenbauers Böwe. Große Teile des weltweit agierenden Herstellers von Kuvertiermaschinen zur automatischen Befüllung von Briefen werden von der Schweizer Beteiligungsfirma Axentum Capital übernommen. Dazu zählen das europäische und das außereuropäische Geschäft, insbesondere das japanische.

Explizit ausgenommen ist das US-amerikanische Geschäft, das maßgeblich für den Gang in die Insolvenz im Mai verantwortlich war. Damit übernimmt die in Zug ansässige Axentum vor allem das Tafelsilber des zahlungsunfähigen Konzerns. Über den dafür gezahlten Preis vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen.

Böwe beschäftigte vor der Insolvenz rund 3.600 Mitarbeiter, davon gut 600 am Stammsitz in Augsburg. Dort sollen etwa 150 Stellen gestrichen werden. Wieviele an den anderen Standorten dazukommen, ist derzeit noch nicht klar. Immerhin hat sich die Aktie nach Bekanntwerden der Meldung ein wenig erholt und stieg um gute 50 Prozent auf etwas über einen Euro. Allerdings lag der Kurs vor der Insolvenz um die acht Euro.
Quelle: boerse.ard.de vom 1.9.10