Carlyle steigt ins Banknoten- und Automatengeschäft ein

Datum: 20.06.2008
Die in England ansässige De La Rue plc verkauft ihre deutsche Tochtergesellschaft, die De La Rue Cash Systems GmbH. Käufer ist die US-Private-Equity-Gesellschaft Carlyle. Nach Unternehmensangaben beträgt der Kaufpreis etwa 360 Millionen Britische Pfund.

De La Rue ist in der Herstellung von Banknotenpapieren sowie im Entwurf und Druck von Banknoten tätig. Das Unternehmen ist an der Produktion von mehr als 150 nationalen Währungen sowie von Sicherheitsdokumenten wie Traveller Cheques beteiligt. Mit über 6.000 Mitarbeitern in 31 Ländern zählt der Konzern damit zu den weltweit größten privaten Produzenten von Banknoten und Sicherheitsdokumenten.

Die deutsche Tochterfirma agiert vom hessischen Mörfelden-Walldorf aus und ist auf die Sparte Cash Systems spezialisiert. Sie bietet nach eigener Aussage als einziger Anbieter Lösungen für sämtliche Bereiche einer Filiale, in denen mit Bargeld gearbeitet wird. Dazu gehören beispielsweise Bankgeldautomaten.

Auch künftig soll eng mit der ehemaligen Mutterfirma zusammengearbeitet werden. Laut Geschäftsführer Ingo Rübenach ist das Management von De La Rue Cash Systems von Anfang an in die Auswahl eines Investors mit einbezogen worden. Dabei entpuppte sich Carlyle als der Wunschpartner, der gleich in mehrfacher Hinsicht als idealer Gesellschafter überzeugend wirkt.
Denn Carlyle sichert dem Unternehmen langfristig die Eigenständigkeit und die Kontinuität bei der Führung der Geschäfte. Das hat seine Ursache in der von Carlyle geäußerten positiven Prognose über die Zukunftsfähigkeit von Produkten und Technologien von De La Rue Cash Systems sowie einer großen Wertschätzung der vorhandenen Mitarbeiterkompetenzen.

Carlyle ist einer der größten internationalen Finanzinvestoren. Die Fonds von Carlyle sind auf Buy-outs, Venture Capital, Immobilien und Leveraged Finance in Nordamerika, Europa und Asien spezialisiert.
Quelle: Pressemitteilung von De La Rue Cash Systems