City BKK wird dichtgemacht

Datum: 05.05.2011
Nun ist es endgültig. Die City BKK muss am 1. Juli ihre Arbeit einstellen. Damit ist sie die erste gesetzliche Krankenkasse, die seit Einführung des Gesundheitsfonds auf Weisung des Bundesversicherungsamts schließen muss. Das kostet wohl etwa 150 Millionen Euro, die von den anderen Krankenkassen getragen werden müssen.

Rund 400 Mitarbeiter werden vermutlich ihren Job verlieren. Bundesweit 168.000 Versicherte - die meisten davon in Hamburg, Berlin und Stuttgart - müssen sich in den nächsten zwei Monaten eine neue Krankenkasse suchen.

Der Genickbruch für die City BKK war die Erhöhung des Zusatzbeitrages, den sowieso nur zehn weitere Kassen in Deutschland erheben, von acht auf 15 Euro. Das nahmen insbesondere jüngere Mitglieder zum Anlass um die Kasse zu wechseln. Durch eine ungünstige und überalterte Mitgliederstruktur war die City BKK nicht in der Lage das auszugleichen.
Quelle: abendblatt.de vom 5.5.11