Comdirect erwirbt Commerzbank-Tochter ebase

Datum: 09.04.2009
Die European Bank for Fund Services GmbH (ebase) wechselt ihren Besitzer. Für 24,9 Millionen Euro kauft die Direktbank Comdirect den in Haar bei München ansässigen Fondsvermögensverwalter, der bislang zur Commerzbank gehörte.

Ebase ist auf institutionelle Kunden spezialisiert und bietet vor allem für Unternehmen aus der Finanz- und Versicherungsbranche eine Plattform für Fondsverwaltung und Depotservices. Die aktuell 240 Mitarbeiter betreuen etwa eine Million Depots mit einem Volumen von rund zwölf Milliarden Euro. Seit dem letzten Jahr ist ebase eine Vollbank. Damit ergänzt sie die Geschäfte der Comdirect sehr gut, die auf Privatkunden ausgerichtet sind. Auch künftig soll die Marke ebase voll auf institutionelle Kunden fokussiert werden, während Comdirect ausschließlich für das Privatkundengeschäft verantwortlich sein wird.

Die Comdirect erwartet durch die Akquisition zum einen Einsparungen zwischen fünf und zehn Millionen Euro. Zum anderen soll ebase mittelfristig mindestens zehn Prozent zu den Unternehmenserlösen beitragen. Bis 2013 wird ein Gewinn von bis zu 160 Millionen Euro vor Steuern angepeilt. Derzeit haben 1,3 Millionen Kunden ein Vermögen von fast 19 Milliarden Euro bei der Comdirect angelegt, für dessen Betreuung 900 Beschäftigte zuständig sind. Mehrheitseigner bei Comdirect ist die Commerzbank, die damit immer noch einen indirekten Einfluss auf ebase hat.
Quelle: Reuters Deutschland vom 9.4.09