Constantia Packaging mehrheitlich an US-Investor verkauft

Datum: 13.10.2009
Das österreichische Verpackungsunternehmen Constantia Packaging hat einen neuen Mehrheitsgesellschafter. Der US-amerikanische Finanzinvestor One Equity Partners (OEP) übernimmt knapp 66 Prozent der Anteile und muss dafür wohl insgesamt rund 429 Millionen Euro bezahlen. Verkäufer ist die Constantia Packaging BV, die zur Turnauer Stiftung gehört.

Der Preis ergibt sich bei einer Gesamtheit von 16,8 Millionen Aktien. Grundlage für den Preis sind die 38,67 Euro je Anteilsschein, die OEP zudem für die im Streubesitz befindlichen Aktien bietet. Die BV wird zu 25 Prozent am Unternehmen beteiligt bleiben. OEP hätte mit den Streuaktien dann maximal 75 Prozent. Allerdings muss die Kartellbehörde noch ihr okay geben.

Ein Verkauf der Constantia ist schon länger geplant gewesen. Denn eine Entscheidung im Rechtsstreit mit der Immofinanz um eine Haftung in dreistelliger Millionenhöhe steht noch aus. Es wird erwartet, dass mit dem Geld der Amerikaner nun bezahlt werden kann. Ein für die Constantia extrem ungünstiges Urteil in dieser Sache kann den Deal jedoch noch einmal gefährden.

Constantia Packaging ist in Wien ansässig und beschäftigt etwa 7.600 Mitarbeiter, die Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium und Wellpappe sowie Aluminiumhalbfertigerzeugnisse und Rohaluminium fertigen. Im abgelaufenen Jahr erreichten sie in 20 Ländern einen Gesamtumsatz von 2,1 Milliarden Euro. Constantia arbeitet in erster Linie für Unternehmen aus der Nahrungs- und Getränkesparte, der Pharmaindustrie sowie der Automobil- und Luftfahrtbranche.
Quelle: orf.at vom 13.10.09