Daimler zieht's nach Russland

Datum: 12.12.2008
Bei Daimler sind die Würfel gefallen. Der weltweite Nummer 1 der Nutzfahrzeugbauer hat sich einen 10-prozentigen Anteil am russischen Lkw-Hersteller gesichert und zahlt dafür dem Vernehmen nach rund 250 Millionen US-Dollar, also etwa 190 Millionen Euro an die russische Investmentbank Troika Dialog. Abhängig von der Entwicklung bei Kamaz werden bis 2012 nochmals bis zu 50 Millionen Dollar Nachzahlung fällig. Dafür hat Daimler die Option, seine Kamaz-Beteiligung zukünftig aufzustocken und erhält einen Sitz im Aufsichtsrat. Allerdings ist mit diesem Deal die Option, ein eigenes Werk in Russland zu errichten, endgültig vom Tisch.

Kamaz ist nach eigenen Angaben der größte russische Autoproduzent und beschäftigt circa 59 000 Mitarbeiter. Alleine in Russland konnte das Unternehmen 2007 rund 53 000 Lkw verkaufen, was einem Marktanteil von etwa 25 Prozent entspricht. Dabei konnte ein Umsatz von 3,8 Milliarden US-Dollar eingefahren werden.
Quelle: Süddeutsche Zeitung online vom 12.12.08