Die sächsische Geso wandert von der EnBW zurück nach Dresden

Datum: 22.03.2010
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG verkauft für 900 Millionen Euro die sächsische Beteiligungsholding Geso an die Technischen Werke Dresden (TWD).

Die Geso wurde 1990 von den damaligen Energieversorgern Schwaben AG (heute EnBW) und HEW Hamburgische Electrictäts-Werke AG (heute Vattenfall) gegründet. Ziele waren damals der Know-How-Transfer gen Osten sowie finanzielle Hilfe bei der Privatisierung der Energiewirtschaft in Ostsachsen. Ab 2002 war die EnBW alleinige Gesellschafterin der Geso.

Zur Geso Gruppe gehören zurzeit acht kommunale Energieversorger, ein regionaler Strom- und Gasversorger und zwei regionale Netzbetreiber. Die Geso beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter.

Die EnBW ist mit rund fünf Millionen Kunden das drittgrößte deutsche Energieunternehmen mit Sitz in Karlsruhe. Kernaktivitäten sind die Geschäftsfelder Strom, Gas sowie Energie- und Umweltdienstleistungen. EnBW gehört zum Oligopol Vattenfall, E.ON, RWE und EnBW, das den Markt der Stromerzeugung in Deutschland beherrscht.

Die Technischen Werke Dresden sind eine hundertprozentige Holdinggesellschaft der Landeshauptstadt Dresden. Zum TWD gehören unter anderem die DREWAG Stadtwerke Dresden, die DVB Dresdner Verkehrsbetriebe, Dresden-IT und die Stadtreinigung Dresden. Der TWD Konzern erwirtschaftete 2008 einen Umsatz über 858 Mio Euro und beschäftigte rund 3600 Mitarbeiter.
Quelle: FTD