Dura-Gruppe meldet Insolvenz an

Datum: 06.03.2012
Die Automotive-Branche kommt nicht zur Ruhe. Die Nachwehen der Krise und die zum Teil daraus resultierenden strukturellen Probleme sind für viele Firmen schwer zu bewältigen. Und nun hat es die Dura-Gruppe erwischt. Die stellt Bodenbeläge her, die zwar für verschiedene Einsatzzwecke in der Innenausstattung wie Tennishallen genutzt werden. Unter anderem aber auch in der Ausrüstung von Fahrzeugen.

Das Unternehmen aus Fulda besteht aus einer Holding mit 13 Tochtergesellschaften, die deutschlandweit rund 700 Mitarbeiter beschäftigen, davon alleine 200 in Fulda. Derzeit wird geprüft, ob das Verfahren in Eigenverwaltung, also ohne einen eingesetzten Insolvenzverwalter durchgezogen werden kann.

Nachdem zunächst verständlicherweise Frust in der Belegschaft herrschte, sind jetzt aber auch schon wieder positive Stimmen zu hören, die davon ausgehen, dass die Krise überwunden wird. Gewohnt sind die Dura-Mitarbeiter auf jeden Fall schon einiges. Bereits beim Weihnachtsgeld gab es Konflikte um die Auszahlung, die offenbarten, dass die finanzielle Lage äußerst angespannt ist. Die aber auch Raum für ein Zusammenrücken in der Belegschaft und eine kämpferische Haltung schafften. Insofern kam der nun gestellte Antrag keinesfalls überraschend und trifft durchaus auf vorbereitete Menschen, die ihre Jobs keinesfalls ohne Gegenwehr aufgeben werden.
Quelle: osthessen-news.de vom 5.3.12