E.on trennt sich von Gazprom-Beteiligung

Datum: 01.12.2010
Der deutsche Energiegigant E.on verkauft seine Anteile am russischen Gaskonzern Gazprom und macht damit kräftig Kasse. 2,7 Prozent übernimmt die russische Staatsbank Vnesheconombank. Die übrigen 0,8 Prozent haben bereits über die Börse ihren Besitzer gewechselt. Das spült rund 3,4 Milliarden Euro in die E.on-Kassen. Etwa 2,5 Milliarden bleiben als Buchgewinn.

Geld, das der Konzern bei seinen Umstrukturierungsmaßnahmen gut gebrauchen kann. Konzernboss Teyssen will es dazu einsetzen, die hohe Schuldenlast von 45 Milliarden Euro zu reduzieren um den Spielraum für künftige Investitionen auszubauen. Denn E.on drängt auf ausländische Märkte. Angepeilt ist, den außerhalb Europas erwirtschafteten Anteil am Gesamtumsatz bis 2015 auf 25 Prozent zu steigern.

Zudem muss sich der Konzern auf die Brennelementesteuer vorbereiten und gestiegene Kosten für die Beschaffung von CO2-Zertifikaten sowie den Preisverfall im Gasgeschäft auffangen. Die Verbindung zu Gazprom besteht bereits seit den Siebzigern, als die heutige Tochter E.on Ruhrgas, damals noch als Ruhrgas enge Kontakte aufbaute.
Quelle: spiegel.de vom 1.12.10