Elektrohändler Cosmos meldet Ausgleich an

Datum: 29.01.2010
Schon seit Wochen fehlten in den Regalen der österreichischen Handelskette Cosmos TV-Geräte oder Waschmaschinen. Die Lieferanten konnten nicht mehr bezahlt werden. Auch das Weihnachtsgeschäft wurde nur über eine Zwischenfinanzierung gerettet. Nachdem nun erneut eine Zahlungsfrist abgelaufen war, musste das Unternehmen beim Handelsgericht Wien Ausgleich anmelden.

Zwar schlossen die Eigner von Cosmos einen Konkurs aus, doch es ist geplant, unrentable Filialen zu schließen und etwa 200 der insgesamt 1.200 Mitarbeiter zu entlassen. Rund 800 Gläubiger fordern die Begleichung ihrer Rechnungen. Die Schulden betragen etwa 35 Millionen Euro. Anfang Januar hatte bereits der wichtigste Kreditversicherer Prisma keine Deckung mehr übernommen.

Cosmos ist Österreichs zweitgrößte Elektrohandelskette und unterhält insgesamt 25 Filialen. Erst im November 2009 war Cosmos an die slowakische Firma Nove-K verkauft worden. Bei einem Umsatz von 267 Millionen Euro wurde das Geschäftsjahr 2008 mit einem Verlust von mehr als elf Millionen Euro abgeschlossen. Doch es besteht Hoffnung für die verbleibenden Angestellten, denn durch das Insolvenzverfahren beurteilen die Lieferanten und Kreditversicherer die Fortführung des Unternehmens optimistisch.
Quelle: DiePresse.com vom 28.01.2010