Elektrohändler Niedermeyer ist pleite

Datum: 03.04.2013
Land unter bei der österreichischen Elektrohandelsgruppe Niedermeyer. Wegen Passiva von circa 28,8 Millionen Euro musste das Wiener Unternehmen einen Antrag auf Insolvenz stellen. Niedermeyer betreibt derzeit 98 Filialen, in denen 580 Beschäftigte arbeiten. Das Konzept eines Elektronik-Nahversorgers kann damit als gescheitert angesehen werden.

So nannte die Unternehmensführung als Gründe für die Pleite auch den zunehmenden Konkurrenzdruck durch Online-Händler und Discounter sowie die schlechte Lage einiger Filialen. Eine strategische Neuausrichtung mit einer Konzentration auf die Top-Standorte soll jetzt wieder Schwung bringen. Allerdings sieht diese die Schließung von 53 Geschäften vor, wodurch 279 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren würden.

Niedermeyer erzielte im Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatz von 105 Millionen Euro. Erwirtschaftete damit einen Verlust von 2,9 Millionen Euro. Das Unternehmen befindet sich über die Sapentia GmbH zu 50,1 Prozent im Besitz von Weber. Die übrigen 49,9 Prozent liegen bei der Hypo Equity Beteiligungs AG.
Quelle: orf.at vom 3.4.13