Eon IS soll verkauft werden

Datum: 09.02.2010
Ab Mitte Februar sollen Angebote abgegeben werden. Der Energiekonzern Eon plant sein Tochterunternehmen Eon-IS auszulagern. Um konkurrenzfähig zu bleiben, möchte der Strom- und Gasversorger aus Düsseldorf ein umfangreiches Sparprogramm auf den Weg bringen, mit dem pro Jahr 1,5 Milliarden Euro weniger Kosten zu verbuchen sein sollen. Dies wurde gestern in der Presse bekannt gegeben.

Nach ersten Sondierungen potenzieller Käufer für den IT-Dienstleister Eon-IS sind Unternehmen wie die Telekom-Tochter T-Systems, IBM, Hewlett-Packard und Siemens im Gespräch. Eon offeriert die Aktivitäten seiner IT-Tochter in drei Gruppen, die einzeln oder im Paket den Besitzer wechseln können. Zu kaufen sind die IT-Infrastruktur einschließlich der Rechenzentren, die Betreuung der elektronischen Ausstattung der Arbeitsplätze von Eon-Mitarbeitern und die technische Kommunikation.

Eon teilte mit, dass die Umsetzung der Ausgliederung für das kommende Jahr geplant ist. Der Konzern, der in drei Monaten einen neuen Chef bekommt, möchte allerdings die Geschäftsfelder Software und Aplikationen sowie die Steuerung der Stromnetze und Kraftwerke weiter in eigener Regie betreiben. Eon-IS, das 2008 einen Umsatz von 530 Millionen Euro erzielen konnte, beschäftigt im Inland und im Ausland etwa 3.200 Mitarbeiter.
Über 100 Kunden werden im Bereich IT-Lösungen an 40 Standorten betreut.
Quelle: ftd.de vom 08.02.2010