Erneute Insolvenz bei Schraubenhersteller Ruia

Datum: 27.03.2012
Die Ruia Global Fasteners AG kommt einfach nicht zur Ruhe. Noch vor gut einem Jahr sah es so aus, als könnte die Firma nach lange stürmischen Zeiten endlich mal wieder in ruhigere Fahrwasser gelangen. Eine Hoffnung, die sich nicht erfüllt hat. Um die eigene Lieferfähigkeit nicht zu gefährden, sah sich die Unternehmensführung in Neuss nun zur Beantragung eines Insolvenzverfahrens gezwungen. Vorläufiger Insolvenzverwalter wird der erfahrene Düsseldorfer Anwalt Frank Kebekus.

Bis Ende 2010 firmierten die fünf Ruia-Werke in Neuss, Neuwied, Köln, Beckingen und Schrozberg noch unter Acument. Allerdings befanden sie sich seit August 2009 in der Insolvenz. Als dann der Einstieg des indischen Investors Pawan Ruia bekannt wurde, herrschte zunächst einmal Erleichterung in der Belegschaft des Autozulieferers vor. Zumal Ruia ein guter Ruf vorauseilte.

Trotzdem enttäuschte er seine Mitarbeiter in Deutschland und weigerte sich, dringend benötigte Investitionen vorzunehmen. Deshalb war zum einen der Schritt in die Insolvenz unumgänglich. Zum anderen scheint kein Miteinander von Ruia und den deutschen Werken mehr möglich. Deren Betreuer bei der IG Metall sagte, dass Ruia zu viele Versprechen nicht gehalten und das Unternehmen ohne Not in diese Lage manövriert habe.
Quelle: rhein-zeitung.de vom 27.3.12