Erpressung bei Opel

Datum: 23.03.2012
Die europäischen Werke Bochum und Ellesmere Port sollen geschlossen werden – und der Staat soll zahlen. Zuvor wurden die einzelnen Werke gegeneinander ausgespielt. Nach dem Motto: Stimmt Ihr unseren Forderungen nicht zu machen wir Euer Werk dicht. Erpressung! So sieht es jedenfalls der Betriebsrat. Es ist ja nicht so, dass die Mutter GM kein Geld verdient. Satte 8,3 Milliarden waren es im letzten Jahr.

Der deutsche Staat hat zur Rettung von Opel 1,8 Milliarden Euro beigetragen. Aber was hat es gebracht? Lediglich eine kurze Atempause. Bochum steht schon wieder vor dem Aus. Opel wird solange ausgesaugt bis die Amerikaner genügend Know-How von Opel nach Amerika oder Korea transferiert haben um dann die Autos woanders zu bauen.

Die Arroganz der Amerikaner ist typisch für das Scheitern. So war es auch bei Wal-Mart. Großkotzig erklärte man, dass man den Deutschen mal zeigen will wie man Lebensmittel verkauft. Oder Starbucks. Da wollte man den Deutschen Kaffee verkaufen. Nur hat man da übersehen, dass es tausende von Bäckereien mit Kaffeeausschank gibt.

Bleibt abzuwarten ob Opel wie Wal-Mart endet (ganz verschwunden und aufgekauft) oder wie Starbucks (dümpelnd und ein Nischendasein fristend).
Quelle: SPON 23.3.2012