Es geht weiter für Manroland Offenbach

Datum: 02.02.2012
Aber die Verluste sind herbe. Das war allerdings unvermeidlich, wollte das Offenbacher Werk des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland überhaupt noch eine Zukunft haben. 947 Mitarbeiter müssen ihre Sachen packen während es für immerhin noch 824 Beschäftigte auch weiterhin einen Job im Bogendruckmaschinen-Werk geben wird. Das wird zukünftig jedoch von Großbritannien aus dirigiert, wo die neue Mutterfirma ihren Sitz hat.

Der britische Mischkonzern Langley sichert sich nicht nur den Offenbacher Standort, sondern auch die gesamte internationale Vertriebsorganisation. Damit ist der noch vor zwei Wochen favorisierte Plan, dass zunächst das Management in Offenbach übernimmt und sich um die Suche nach einem Investor kümmert schon wieder vom Tisch.

Für immerhin zwei der drei Manroland-Werke ist somit die Zukunft gesichert. Denn letzten Monat stieg bereits der Lübecker Possehl-Konzern in Augsburg ein. Possehl will zwar auch mit der Plauener Niederlassung umfangreiche Geschäfte tätigen. Es ist aber immer noch nicht klar wie es in Sachsen weitergeht. Derzeit haben Management und Insolvenzverwalter das Ruder in der Hand.
Quelle: reuters.com vom 2.2.12