Escada trennt sich von Modemarken

Datum: 27.05.2009
Um das eigene ├ťberleben zu sichern hat der Luxusmodekonzern Escada zu drastischen Ma├čnahmen gegriffen und sich von der Mehrheit an seiner Tochter Primera getrennt. Unter deren Dach sind die drei bekannten Marken Laur├Ęl, Cavita und Apriori zusammengefasst. K├Ąufer von neunzig Prozent der Anteile ist die M├╝nchener Beteiligungsgesellschaft Mutares AG. Die ├╝brigen zehn Prozent verbleiben zun├Ąchst einmal bei Escada.

Zwar wurde der Kaufpreis nicht bekanntgegeben. Er liegt aber nach Angaben von Escada deutlich unter dem Buchwert. Deshalb bekommt Escada einen nicht gerade ├╝ppigen Millionenbetrag. Zumindest der aktuelle Liquidit├Ątsengpass kann damit jedoch ├╝berwunden werden. Viel wichtiger aber ist wohl, dass nun keine Mittel mehr aufgewendet werden m├╝ssen, um Primeras derzeitige Defizite aufzufangen.

Mutares sieht in den drei hochwertigen Damenmodemarken Laur├Ęl, apriori und cavita gro├čes Entwicklungspotenzial und geht davon aus, schon bald wieder eine klar bessere Marktposition mit Primera zu erreichen. Im vergangenen Gesch├Ąftsjahr lag deren Umsatz bei rund 100 Millionen Euro. F├╝r die M├╝nchener ist der Kauf von Primera - allerdings ohne die Marke BiBA - bereits die dritte ├ťbernahme in diesem Quartal. Im April wurden die Mehrheiten am Systemhaus Hemminger und an der Buderus-Guss Tochter Guss Komponenten GmbH erworben.

Escada will auch m├Âglichst schnell auch die letzte noch verbliebene Primera-Marke BiBA absto├čen. Gespr├Ąche werden diesbez├╝glich schon gef├╝hrt. Der in Oberbayern ans├Ąssige Konzern hatte im letzten Gesch├Ąftsjahr einen Verlust von gut 70 Millionen Euro zu beklagen und k├Ąmpft seitdem um seine Existenz.
Quelle: Pressemitteilung der Mutares AG vom 26.5.09