Fennel vor dem Abgrund

Datum: 28.07.2010
Fennel muss in die Insolvenz. Der Ostwestfälische Hersteller von Präzisionskomponenten kämpft seit Jahren mit finanziellen Problemen. Und derzeit sieht es alles andere als rosig aus, auch wenn Geschäftsführer Karl-August Trawny trotzig vom Weitermachen spricht. Wie das jedoch aussehen könnte, darüber müssen die nächsten Wochen Aufschluss geben.

Naheliegend sind Entlassungen von vielen der aktuell 340 Mitarbeiter im Stammwerk in Bad Oeynhausen und eine Rücknahme des Produkt-Sortiments auf wenige Kernbereiche. Noch fertigt Fennel hochwertige Präzisionskomponenten, Systeme und Baugruppen aus Hochleistungskunststoffen für verschiedene Branchen.

Firmengründer Bernd Fennel verkaufte das damals schon finanziell aus dem letzten Loch pfeifende Unternehmen vor zwei Jahren an die Deutsche Bercot Management Gesellschaft. Deren Ziel war eine Rundum-Sanierung, die aus verschiedenen Gründen scheiterte. Immer wieder kämpfte die Firma mit Umsatzeinbrüchen. Nachdem jetzt zwei Großkunden aus der Möbelbranche ihre Aufträge storniert haben, drehte die Muttergesellschaft den Geldhahn zu. Und zieht damit eventuell ihrer Tochter die endgültig den Boden unter den Füßen weg.
Quelle: nw-news.de vom 28.7.10