Finanzlücke bei Druckerei Auer wurde zu groß

Datum: 21.06.2010
Die traditionsreiche Druckerei Ludwig Auer GmbH aus dem schwäbischen Donauwörth musste am vergangenen Freitag Insolvenz anmelden. Gegenüber Medienvertretern wurden gestiegene Rohstoffpreise und der Preisverfall am Markt als Gründe für diese Entwicklung genannt. Der vom Amtsgericht eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter Sebastian Braun war bereits vor Ort.

Als die Geschäftsführung die 120 Mitarbeiter informierte, zeigten die sich überrascht. Dabei befand sich die Druckerei bereits Ende 2009 in der Krise und sah sich wegen der geringen Auslastung zur Kurzarbeit gezwungen. Erst vor drei Jahren war die Firma von den derzeitigen Geschäftsführern als neue Gesellschafter übernommen worden. Verkauft wurde sie von der pädagogischen Stiftung Cassianeum.

Mit einer Reduktion der Belegschaft, Lohnverzicht und Mehrarbeit hatte man versucht, der Krise Herr zu werden. Doch der Sparkurs fruchtetet nicht. Die Ludwig Auer GmbH war bis 1998 für die technische Herstellung der Donauwörther Zeitung zuständig und hatte sich auf die Herstellung unter anderem von Briefbögen, hochauflagigen Schulbüchern und qualitativ hochwertigen Bildbänden spezialisiert. Die werden vorerst weiter produziert, denn der Geschäftsbetrieb soll zunächst aufrecht erhalten werden.
Quelle: augsburger-allgemeine.de vom 18.06.2010