Forstinger geht an Felgenhersteller Alcar

Datum: 24.07.2009
Die niederösterreichische Alcar Gruppe übernimmt die insolvente Autozubehörkette Forstinger. Und verspricht ein langfristiges Engagement mit einer soliden Expansionsstrategie. Ein Abbau von Arbeitsplätzen sei nicht geplant. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die konkursgerichtliche und die kartellrechtliche Genehmigung stehen noch aus, wobei letztere zeitnah erwartet wird.

Forstinger betreibt 122 Filialen in Österreich und fünf in der Slowakei. Gerade dort soll die Marktposition nachhaltig ausgebaut werden. Das bisherige Management um die beiden Geschäftsführer Walter Karger und Gerhard Lorber soll weitermachen.

Forstinger kann auf eine turbulente Geschichte zurückblicken. Das 1962 gegründete Unternehmen war 2001 schon einmal zahlungsunfähig, was den Einstieg zweier Private-Equity-Fonds nach sich zog. Die verkauften 2005 das wieder gesundete Unternehmen an den Finanzinvestor Bridgepoint Capital, der aber so viel Geld bei Forstinger abzog, dass die Mutterholding, die FHS Beteiligungsverwaltungs GmbH, im April Insolvenz anmelden musste.

Alcar ist ein international agierender Felgenhersteller, der etwa 30 Gesellschaften in 13 Ländern in Europa unterhält. Insgesamt rund 800 Beschäftigte konnten im Geschäftsjahr 2007/08 einen Umsatz von 251 Millionen Euro erreichen.
Quelle: wienerzeitung.at vom 24.7.09