Fresenius will Rhön-Klinikum übernehmen

Datum: 26.04.2012
Das wäre ein Zusammenschluss großen Kalibers. Der Gesundheitskonzern plant den Kauf von Rhön-Klinikum. Deren Aktionären wurde bereits ein Angebot von 22,50 Euro je Anteilsschein vorgelegt, was etwa dem Anderthalbfachen des Schlusskurses von gestern entspricht. Der Deal kommt jedoch nur Zustande, wenn Fresenius mindestens neunzig Prozent der Aktien in seinen Besitz bringen kann. Der Gesamtwert des Geschäfts liegt bei 3,1 Milliarden Euro.

Rhön-Aufsichtsratsvorsitzender Eugen Muench sagte bereits den Verkauf der von ihm und seiner Frau gehaltenen zwölf Prozent-Anteile zu. Fresenius würde die Kliniken und medizinischen Versorgungseinrichtungen von Rhön in seine Kliniksparte Helios integrieren und damit den größten privaten Krankenhausbetreiber in der Bundesrepublik entstehen lassen. Dessen Jahresumsatz würde dann bei rund sechs Milliarden Euro liegen.

Rhön-Klinikum ist jetzt schon einer der bundesweit größten Klinikbetreiber. Zum Unternehmen gehören 53 Kliniken mit einer Gesamtkapazität von etwa 16.000 Betten sowie 39 medizinische Versorgungszentren. Insgesamt wurden dort 2011 gut 2,2 Millionen Patienten behandelt, wodurch ein Umsatz von 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet werden konnte. Helios verfügt derzeit über 75 Kliniken mit 23.000 Betten und 31 medizinische Versorgungszentren bei einem Jahresumsatz von zuletzt 2,7 Milliarden Euro.
Quelle: welt.de vom 26.4.12