Fusion bei Volksbank und Raiffeisenbank in der Pfalz

Datum: 29.11.2010
Bei der Volksbank Kur- und Rheinpfalz sowie bei der Raiffeisenbank Schifferstadt stehen die Zeichen auf Fusion. Die Aufsichtsräte und Vorstände haben auf beiden Seiten bereits ihr Interesse signalisiert. Zwar seien bei beiden in den letzten Jahren gute Geschäftsergebnisse erreicht worden. Aber für eine langfristige Sicherung schwarzer Zahlen sei eine Zusammenlegung beider Kreditinstitute sinnvoll.

Zu diesem Schluss kam ein Gutachten des Genossenschaftsverbands der Banken, den beide Seiten als Grundlage für ihre Verhandlungen nutzen. Die dort genannten Gründe sind die bei solchen Anlässen üblicherweise zitierten: Kompetenzen können bei einem gleizeitig geringeren Aufwand für die einzelnen Filialen gebündelt werden. Allerdings sollen die 74 Beschäftigten der Raiffeisenbank Schifferstadt mit ihren Geschäftsstellen in Iggelheim, Böhl, Waldsee und Otterstadt eine auf drei Jahre angelegte Beschäftigungsgarantie bekommen.

Entscheidend wird sein, ob die Mitglieder der Genossenschaften einem entsprechenden Antrag mit mindestens 75 Prozent zustimmen. Denn nur dann darf eine Fusion überhaupt stattfinden. Die Raiffeisenbank hat 7.331, die Volksbank 53.877 Mitglieder. Stimmen die so wie von den Vorständen gewünscht ab, würde die Raiffeisenbank Schifferstadt in die Volksbank Kur- und Rheinpfalz integriert werden. Die verfügt derzeit über 37 Filialen bei rund 550 Mitarbeitern.
Quelle: rheinneckarweb.de vom 28.11.10