Gehen beim Autozulieferer Jüpo bald die Lichter aus?

Datum: 21.07.2010
Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren muss sich der Aachener Autozulieferer Jürgens-Pontzen, kurz Jüpo, ernsthafte Sorgen um das wirtschaftliche Überleben machen. Der Hersteller von Transport- und Logistiksystemen ist nach 2009 erneut in ein Insolvenzverfahren verstrickt. Damit fordert die Absatzkrise in der Automobilbranche ein weiteres Opfer.

Über die Gründe der Insolvenz gehen die Meinungen anscheinend auseinander. Der Insolvenzverwalter Professor Dr. Rolf-Dieter Mönnin erklärte gegenüber der Aachener Zeitung, dass "der neue Mehrheitsgesellschafter in Schieflage geraten ist und deswegen die Aachener Jüpo, die eine gute Auftragslage hat, nicht mehr flüssig sei".

Mehrheitsgesellschafter von Jüpo ist die T.A. Kaufmann Direktionsgesellschaft. Diese hatte erst im Juli 2009 einen Anteil von 76 Prozent von Jüpo übernommen. Man wollte die Firma damals nachhaltig stabilisieren und konnte 20 der ehemals 45 Arbeitsplätze in Aachen sichern. Insgesamt waren aber auch 240 der ehemals 450 Arbeitsplätze, die meisten davon in Tschechien, geopfert worden.
Quelle: Az-web.de vom 20.07.2010