Geiger und Terrag kaufen Kali-Grube

Datum: 12.06.2008
Gemeinsam mit der Terrag Service und Vertrieb GmbH hat die Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG die Grube Teutschenthal übernommen. Zum Kaufpreis wollten sich die Beteiligten nicht äußern. Der Deal gilt rückwirkend zum 1 Januar 2008.

Beide neuen Besitzer sind in der Entsorgung mineralischer Abfälle tätig. Im Bergwerk in Teutschenthal bei Halle in Sachsen-Anhalt wurde bis 1982 Kalisalz gewonnen. Seitdem wird es als Versatzbergwerk genutzt. Das heißt, die unterirdischen Hohlräume, die durch den Abbau entstanden sind, werden wieder aufgefüllt. Dafür können mit moderner Anlagentechnik sowohl flüssige als auch feste, bergbaueigene und bergbaufremde Abfallstoffe als Versatz verbaut werden. Auf diese Weise werden zukünftig in Teutschenthal mineralische Abfälle ohne Gefährdungspotential für die Biosphäre entsorgt.

Nach Angaben der neuen Gesellschafter sollen alle hundert Mitarbeiter übernommen werden und den Betrieb wie bisher weiterführen. Die insgesamt auf etwa 14 Quadratkilometer Grundfläche ausgedehnten Hohlräume sollen Terrag und Geiger Entsorgungssicherheit für die nächsten 25 Jahre bieten.

Geiger ist in Oberstdorf ansässig und mit 1.200 Mitarbeitern auf die Gewinnung und Verarbeitung von Baustoffen sowie deren umweltgerechte Entsorgung spezialisiert. Letztes Jahr lag deren Umsatz bei rund 180 Millionen Euro. Terrag wiederum gehört zu 50 Prozent zu Geiger und ist vor allem im Saarland tätig. Dort erwirtschafteten 74 Beschäftigte einen Umsatz von 33 Millionen Euro.
Quelle: Pressemitteilung von Geiger vom Juni 08